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Unsere Philosophie

Gemeinsame Arbeit mit den BewohnerInnen: Arbeitshaltungen von wohnpartner

Ausgehend vom Ziel, das nachbarschaftliche Miteinander, die Wohnzufriedenheit und die Lebensqualität im Wiener Gemeindebau gemeinsam mit den Bewohner*innen zu stärken und zu verbessern, ist die Arbeit von wohnpartner von bestimmten sozialarbeiterischen Haltungen der Gemeinwesen- und Konfliktarbeit geprägt, insbesondere Allparteilichkeit, Partizipation, Empowerment und Diversität.

weltoffen, wertschätzend und integrativ

Wo Menschen miteinander leben oder gemeinsam zu tun haben, findet man stets auch Vielfalt und Unterschiede. Auch im Wiener Gemeindebau sind Bewohner*innen durch Diversität charakterisiert: Sie befinden sich in verschiedenen sozialen Lagen und sind geprägt von vielfältigen Herkunfts-, Bildungs- und Berufsbiographien. Sie sind unterschiedlichen Alters und sprechen zahlreiche Sprachen, kennen und leben unzählige Kulturen. Dieser Vielfalt mit Offenheit und Wertschätzung zu begegnen ist ein wesentlicher Beitrag, Wohn- und Lebensumfelder als attraktiv, qualitätsvoll und bereichernd zu erleben. Das beinhaltet, einerseits Gemeinsamkeiten in den Vordergrund zu stellen und andererseits Unterschiede als Ressource für das gemeinschaftliche Zusammenleben zu erkennen.

freiwillig, bedürfnisorientiert, ressourcenorientiert und empowernd

Beratung, Begleitung und Vermittlung durch wohnpartner ist grundsätzlich ein Angebot, das freiwillig in Anspruch genommen werden kann. Mitarbeiter*innen von wohnpartner sehen Bewohner*innen als Expert*innen ihres Wohn- und Lebensumfeldes und richten den Blick auf ihre konkreten Bedürfnisse und vorhandene Ressourcen. In diesem Sinne geht es nicht um eine Bereitstellung oder Lösung von außen, sondern darum, die Eigenverantwortung zu fördern und Bewohner*innen dabei zu unterstützen, selbst zur Lösung ihres Problems und zur Umsetzung ihrer Interessen beizutragen. Dies trägt so zur langfristigen Verbesserung des Zusammenlebens bei.

partizipativ, allparteilich und sozialraumorientiert

Eigenverantwortliche Mitarbeit am gemeinsamen Zusammenleben setzt voraus, dass alle Interessen und Bedürfnisse genügend Raum haben und ausreichend gehört werden. Begleitung durch wohnpartner ist daher ein partizipativer Prozess, in dem alle Beteiligten mitgestalten. Allparteiliches Vorgehen von Seiten der wohnpartner-Mitarbeiter*innen bedeutet nicht nur ein aktives Eintreten für die jeweilige Situation einzelner Betroffenen, sondern auch, dass Beteiligte die jeweils andere Perspektive einnehmen. wohnpartner engagiert sich somit für alle Bewohner*innen in gleicher Weise und versteht sich als Vermittler. Darüber hinaus blickt wohnpartner auf das sozialräumliche Umfeld und somit darauf, wer oder was ebenso eine Rolle spielt und für die nachhaltige Bearbeitung eines Anliegens miteinbezogen werden muss.

Mehr über die Zusammenarbeit mit Bewohner*innen und anderen Institutionen

Werte und Grundsätze in der Organisation

Diversität

Für wohnpartner ist Diversität nicht nur im unmittelbaren Arbeitsfeld mit den Bewohner*innen ein Thema. Sie ist auch ein Grundprinzip in der Anstellungspolitik, in der internen Weiterbildung sowie in der Organisationskultur. Mitarbeiter*innen bei wohnpartner kommen aus unterschiedlichsten beruflichen Zusammenhängen und bringen so vielfältige Inhalte, Zugänge und Arbeitsweisen ein. Weiters wird auf ein ausgewogenes Verhältnis von weiblichen und männlichen Mitarbeiter*innen sowie auf einen guten Mix aus jüngeren und älteren Mitarbeiter*innen geachtet. Das geschieht im Sinne des generationenübergreifenden Lernens der Mitarbeiter*innen, sowie auch im Hinblick auf einen optimalen Zugang zu den Zielgruppen. Nicht zuletzt sprechen wohnpartner-Mitarbeiter*innen aufgrund ihrer unterschiedlichen Familien-, Kultur- und Migrationsbiographien mehrere Sprachen – dies trifft auf etwa jede*n zweite*n zu. Vereinzelt beherrschen Mitarbeiter*innen sogar bis zu vier oder fünf Sprachen. Insgesamt werden innerhalb der Organisation etwa dreißig verschiedene Sprachen gesprochen. Etwa vierzig Prozent der Mitarbeiter*innen haben Wurzeln, die von Norwegen, Ungarn, Luxemburg, Serbien und Kroatien bis in die Türkei und über Europa hinaus etwa in den Irak, nach Ruanda oder nach Kolumbien reichen.

Lernende Organisation

Um sie in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, stellt wohnpartner seinen Mitarbeiter*innen ein internes Netz aus Fort- und Weiterbildungen, Arbeitskreisen, Reflexionen und Coachings bzw. Supervisionen zur Verfügung. Darüber hinaus wird über die Organisationsgrenzen hinaus fachlicher Austausch mit Kooperationspartner*innen, Partnerorganisationen, Ausbildungseinrichtungen und Forschenden vorangetrieben. Im internen Wissensmanagement geht es darum, Erfahrungen und Erkenntnisse der Praxis aufzuspüren, Theorie und Praxis gut aufeinander abzustimmen und die gewonnenen Erkenntnisse der Organisation zurückzugeben.

Mehr zum Thema Fachliche Entwicklung, Qualitätssicherung und Vernetzung

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