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Gemeindebau-Dichterin verschönert Weihnachten

„Des Christkindl!“, so heißt das Gedicht, das Elfriede Heindl für wohnpartner in Videoform liest. Weihnachten ist für die 78-Jährige, die seit vielen Jahren den Frauentreff in der Bassena 10 besucht, ein schönes, stimmungsvolles Fest. Vor allem, wenn sie auf ihre eigene Kindheit zurückblickt. Denn heute geht es ihr wie vielen, Weihnachten ist vor allem viel Arbeit und Stress.
Als Kind war das noch anders. Heindl erinnert sich gerne an das gute Essen, das die Mutter gekocht hat und die Spaziergänge mit dem Vater, während der Baum geschmückt wurde. Geschenkt wurde damals bescheidener als heute, doch Gitarre, Handarbeitskoffer & Co. sind unvergessen.

Das Dichten liegt der Favoritnerin im Blut. Für einen ersten Entwurf braucht sie oft nur fünf Minuten, natürlich wird später daran noch gefeilt, bis alles perfekt ist. Das Gedicht aus dem wohnpartner-Video hat es sogar einmal ins Fernsehen geschafft, wurde in der ehemaligen ORF-Sendung „Wir“ vorgelesen. Überzeugen Sie sich, es hat nichts von seinem Charme verloren.

 

DES CHRISTKINDL!      von Elfriede Heindl

No amoi mecht i des dalebn,
fias Christkindl an Briaf aufgebn.
Vatraulich ollas eineschreibn,
bein wünschn total übatreibn.

Glauben, des Christkindl kaun ois,
nur i siech nix min laungen Hois.
Ka anzigs Engal lost si blickn,
tät mi bein Himmeschaun beglückn.

Amoi no mecht i gspian den Schauer,
amoi no liegn auf da Laua,
wauns endlich lossn mi ins Zimma,
zum Christbam mitn Kerznschimma.

Wauns knistert förmlich in dem Raum,
wauns unwirklich is wia im Traum.
A Märchenbuach seng do liegn
und glauben s Christkind hot wos gschriebn.

Hamlich flehn zum liebn Gott,
daß Christkind wos valuan no hot.
An Sübafodn vom Kladl finden,
des höchste Glick dabei empfindn.

No amoi mecht i des dalebn,
so gläubig meinen Blick erhebn,
so echt drauf woatn auf a Gnod,
so noh eam sei – dem liabn Gott.

 

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